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Aufführung am 29. April 2012 in der Pauluskirche Ulm
„The Armed Man A Mass for Peace“ ist das Ergebnis eines besonderen Auftrags zur Jahrtausendwende, ausgesprochen von den englischen „Royal Armouries“. Zugleich ist es die jüngste in einer sechs Jahrhunderte währenden Tradition von „Armed Man“-Messevertonungen, die das französische Lied „L‘homme armé“ aus dem 15. Jahrhundert zum Ausgangspunkt nehmen.
Die Messe entstand unter dem Eindruck des Kosovo-Konflikts und ist den Opfern gewidmet. Es ist ein sehr bewegendes und dabei leicht zugängliches Werk, das bewusst traditionelle Mittel verwendet, um ein allgegenwärtiges Thema zu beleuchten. Die Verständigung zwischen allen Menschen, ihren Religionen und Völkern steht dabei im Vordergrund.
In der Musik spiegeln sich die Epochen der kriegerischen Vergangenheit Europas. Mittelalterliche Gregorianik taucht ebenso auf wie die Vokalpolyphonie der Renaissance, Fanfaren, Marschmusik, Folklore oder der Gebetsruf des Muezzins. Das Alternieren von alten und neuen Musikstilen sorgt für effektvolle Kontraste. Ekstatische Ausbrüche, mitreißende Rhythmen und beklemmende Passagen der Stille prägen die emotionale Wirkung der Friedensmesse.
Jenkins platzierte in seiner Komposition Texte aus Versen der Dichter Malory, Dryden, Swift, Tennyson, Kipling, sowie aus dem Koran und der altindischen Mahabharata. Sie offenbaren das sich Hineinsteigern in einen Konflikt, das Entfesseln eines Krieges und seine schrecklichen Folgen.
Nach der Uraufführung in der Londoner Royal Albert Hall im Jahre 2000 wurde die Friedensmesse in England zu einem der am häufigsten aufgeführten zeitgenössischen geistlichen Werke.
Unter Leitung von Hartmut Premendra Mayer wird die stimmgewaltige Chorgemeinschaft Ulm, bestehend aus dem Chor Levantate Ulm e.V., dem Gesangverein Lehr und dem Liederkranz Weidenstetten, gemeinsam mit dem Orchesterverein Ulm/Neu-Ulm diese Friedensmesse aufführen. Professionelle Solisten tragen entscheidend zur musikalischen Qualität des Stückes bei.
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